Sommerlager 2015

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„Edelwiis und Alperos, im Obergschwend sind d‘ Hippies los“

Dieses Jahr verschlug es die Blaju Rapperswil-Jona für das Sommerlager 2015 nach Obergschwend oberhalb von Gersau im Kanton Schwyz. Das Wetter war das pure Gegenteil verglichen mit letztem Jahr. Die Sonne hat uns fast keinen Tag im Stich gelassen. Mit Temperaturen um die 30 Grad Celcius hätte das Wetter für unser Sommerlager nicht besser sein können.

Am Montag, 6. Juli 2015 ging das Abenteuer los. Nachdem unsere Schar vor der Kirche Rapperswil den traditionellen Reisesegen in Empfang nehmen durfte, führten uns zahlreiche Tierstimmen nach Arth-Goldau. Da wir Hippies uns gewöhnt sind, einfach so „in den Tag hineinzuleben“, liessen wir uns auf unserer Reise ausschliesslich vom Schicksal leiten – „es kommt so wie’s kommen muss“, war unser Motto. In Arth-Goldau angekommen, waren wir dann sehr erfreut, als uns die diversen Tierspuren den Weg zum berühmten Tierpark zeigten.

Nachdem wir Hippies aus dem Staunen fast nicht mehr herausgekommen sind, ging unsere Reise mit der Rigibahn und später mit der Seilbahn weiter. Auf der Rigi Scheidegg angekommen, stand uns eine anstrengende Wanderung bergab bevor. Um den Weg zum Lagerhaus zu finden, liessen wir Hippies uns wieder von unserem Gefühl leiten, was schliesslich auch gut klappte. Da wir Hippies es uns nicht gewöhnt waren, soviel Power auf einmal zu verbrauchen, war das Abendprogramm dann eher gemütlich: Wir richteten die Zimmer ein, genossen eine abkühlende Dusche und durften bereits zum ersten Mal das sensationelle Lageressen von Rösli, Godi und Christian Murer geniessen.

Am Dienstag haben wir gebastelt, was das Zeug hält. Hippiebusse, Lager-T-Shirts, Freundschaftsbändeli, Girlanden, Scherenschnitte, das Einrichten einer „Chillerecke“ und vieles mehr beschäftigen uns an diesem Tag. Am Abend haben wir uns in unserer gewohnten Umgebung dann schon deutlich wohler gefühlt.

Am Mittwochmorgen haben wir mit Schrecken festgestellt, dass unsere heilige Hippieblume geklaut wurde. Beim ganztägigen Wald-Geländespiel mussten die verschiedenen Gruppen das Salz erkämpfen, welches für das Wachsen unserer Hippieblume von grosser Bedeutung war. Glücklicherweise konnten wir alle zusammen genügend Salz sammeln, so dass über Nacht eine wunderschöne Ersatzblume herangewachsen war.

Donnerstags war das Spiel des Lebens unser Tagesmotto. Als Babyhippies aufgewacht, gab es beim Morgenessen natürlich auch nur Babynahrung für unsere kleinen Mäuler. Da wir Hippies nicht gerade viel Ahnung von einem strukturierten Leben haben, mussten wir am Morgen zuerst einmal eine Lebensschule absolvieren. Beim Dosenstelzenlaufen, Springseilen, Hindernislauf, Drülli- & Jengastafette mussten wir unseren Teamgeist sowie unsere Disziplin erst einmal beweisen. Nach diesem anstrengenden Sportblock wurden wir alle zu Teeniehippies. Am Nachmittag ging das Erwachsenenhippieleben los. Auf der Suche nach Beruf und Ehepartner wurden den erwachsenen Hippies nichts geschenkt. Für ihren Traumberuf hatten sie zuerst ein aufwändiges Bewerbungsverfahren zu bestreiten – die Arbeitgeber wollten nur die Besten für ihr Coiffeur-, Schreiner-, Künstler-, Floristen-, Kosmetik-, sowie Goldschmied-Unternehmen. Mit dem Lohn, welchen sie von ihren Arbeitgebern erhalten haben, konnten sie sich als Kunden bei den anderen Firmen Ehering, Brautstrauss, Hochzeitsfrisur, etc. kaufen. Der Knigge- und Tanzkurs, das Hochzeitsgelübde, sowie der Besuch bei der Hellseherin, für die Zuteilung vom passendsten Partner, durften natürlich auch nicht fehlen.

Nachdem die Männer ihren Frauen den allesentscheidenden Heiratsantrag gemacht hatten, wurden am Abend die Pärchen vermählt. Wie sich das für eine Hippiehochzeit gehört, gab es natürlich danach auch noch eine Afterhippieparty inkl. Karaoke.

Am Freitag hatten vor allem die Jungs, aber auch die Mädels ihren Spass beim Militärtag. Wir veranstalteten verschiedene Spiele wie Rugby und Fussball etc. Der Militär-Parcours gehörte natürlich auch dazu. Kein Wunder, waren am Schluss alle voll Schlamm.

Am Samstag freuten wir uns alle zusammen auf die Badi. Nachdem wir eine ganze Woche nur so vor uns her geschwitzt hatten, war eine Abkühlung genau das Richtige. Da die Badi natürlich nicht gerade neben unserem Haus zu finden war, mussten wir uns die Erfrischung zuerst mit einer ca. zweistündigen Wanderung verdienen. Als Belohnung für die sportliche Leistung durften wir dafür dann alle eine leckere Glace geniessen.

Den Sonntag liessen wir dann einmal richtig „easy peasy“ angehen, wie es sich für Hippies gehört. Am Morgen hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich bei verschiedenen sportlichen Posten Geld zu verdienen. Mit jenem Geld konnten sie am Nachmittag Materialien für Instrumente kaufen. Die selbst zusammengebastelten Instrumente wurden dann in eigens kreierte Theaterstücke eingebaut, welche Teil des Hippiefestes vom Dienstagabend werden sollten.

Zum Tagesende besprachen wir in Gruppen unterteil das Thema Mobbing/ Ausgrenzung. Denn für ein harmonisches, reibungsloses Zusammenleben unter Hippies gehört ein respektvoller Umgang miteinander. Durch diesen Block wurde die Lagerstimmung noch einmal deutlich verbessert(:

Bereits früh morgens machten sich die ältesten Teilnehmer am Montag startklar für die traditionelle Wanderung. Mit den restlichen Kindern machten wir auf dem Lagerplatz ein sportliches Alternativprogramm. Vor allem eine gute Merkfähigkeit und Ausdauer waren beim morgendlichen Tauschgame gefragt. Der gemütlichere Nachmittag bot für alle genug Zeit, sich zu erholen.

Wieder alle Hippies vereint, wurde am Abend das Gehör der Kinder getestet. Sie mussten in Gruppen unterwegs verschiedenen Geräuschen nachgehen um schlussendlich das Lösungswort zu erhalten.

Viel zu schnell kam dann auch schon der letzte richtige Lagertag. Beim legendären „Meitli-Buebe-Tag“ am Dienstag kam bestimmt niemand zu kurz. Richtig ausgepowert haben sich alle Hippie-Girls beim Zumba und anschliessenden Step-Aerobic. Die Vorbereitungen für das Hippie-Festival bildeten das Nachmittagsprogramm der Teilnehmerinnen.

Auch bei den Jungs ging es sportlich zu und her. Mit Rugby und weiteren Spielen konnte sich jeder unter Beweis stellen. Eine angemessene Erfrischung bot dann das Bach-Stauen am Nachmittag.

Dann war es da, das Highlight des Sommerlagers, das grosse Hippie-Festival. Wie bereits angekündigt wurden die vorbereiteten Theaterstücke aufgeführt, wobei es an Kreativität keinesfalls gemangelte hat. Anschliessende Party-Spiele und vor allem die Disco am Ende des Abends rundeten den lockeren Abend perfekt ab.

Am Mittwoch kam auch schon der Tag der Abreise. Nachdem mit vereinten Kräften unser Lagerhaus einmal kräftig gefegt und geputzt wurde, begaben wir uns auf die Heimreise. Nach kurzer Wanderung einer Schiff- und Zugfahrt trafen wir wieder zu Hause in Kempraten ein. Sehnsüchtig warteten bereits Eltern und Verwandte auf die Heimkehrer. Auch die Kinder schlossen Ihre Liebsten gerne wieder in die Arme.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Sola 2015. Es hat uns sehr gefreut, dass wir so tolle Jungs und Mädels für unser diesjähriges Lager begeistern konnten. Uns Leitern und Leiterinnen zeigen die super Rückmeldungen der Teilnehmer, dass sich unsere aufwändige Arbeit auf jeden Fall gelohnt hat. Schon jetzt sehen wir dem nächsten Sola mit grosser Vorfreude entgegen.

Liebe Grüsse

Blaju Rapperswil-Jona